Hampelmann / 1960er “Spielwaren Marke HaHa”: Rüschenkragen-Harlekin „Bajazzo“ 23cm (Design Lisa Viertel?) 🇬🇧 Mid-Century Jumping Jack Toy: Harlequin with Pompom Hat

SIEBDRUCKRÄTSEL: Zunächst muss man wissen, dass Ravi-Kunst immer handbemalt hat. Ingeborg Wigger, die Nichte von Erna Rath, ist absolut sicher, dass ihre Tante niemals zum Siebdruck übergegangen war, auch nicht, nachdem die Mitgründerin Lisa Viertel den gemeinsamen Betrieb verlassen hatte (1960er). Wie kann es aber sein, dass im Nachlass von Lisa Viertel dennoch Siebdruck-Figuren gefunden wurden, und zwar ein Hampelmann der Hamburger Firma “HaHa” und einige Mini-Figuren? Es könnte Zufall gewesen sein, doch dann geschah Folgendes: Im Internet sah ich ein Hampelmann-Mädchen, bei dem ich sofort den Stil von Lisa Viertel erkannte. Als ich die Rückseite las, stand dort tatsächlich wieder der Hersteller HaHa! Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: zum einen, dass Lisa Viertel auf der Suche nach einer neuen Tätigkeit tatsächlich erst einmal in ihrem vertrauten Tätigkeitsbereich blieb und für HaHa arbeitete. Die zweite Möglichkeit ist, dass Erna Rath und Lisa Viertel noch gemeinsam Entwürfe für HaHa gemacht hatten und Erna Rath dies später allein fortführte. Dafür spricht auch, dass die meisten HaHa-Motive eher dem Stil von Erna Rath ähneln und dass Ravi-Kunst schon früher häufig Aufträge von anderen Firmen angenommen hatte, vor allem Illustrationen für Werbung und Zeitschriften.

🇬🇧 SCREEN-PRINTING MYSTERY: First you have to know that Ravi-Kunst always hand-painted! Borgi Wigger, the niece of Erna Rath, was absolutely sure that her aunt never changed to screen-printing, not even when Lisa Viertel had left the once commonly led manufacture in the early 1960s. But how can it be that screen-printed wood plaques were found in Lisa Viertel’s cellar after her death? It was a jumping jack by another Hamburg manufacturer called “HaHa” and some mini figures. It might have been coincidence, but then the following happened: I discovered an unknown jumping jack girl in the internet where I immediately recognized the style of Lisa Viertel. A glance at the back told me it was actually the producer “HaHa” again! Now there were two possibilities: on her search for a new job Lisa Viertel might have stayed in her former metier for a short while, that she worked for HaHa. The second guess is that Erna Rath and Lisa Viertel had actually made designs for Haha during the time they still worked together and that Erna Rath later continued doing this on her own. That’s actually quite possible because of the design of most HaHa figures that bear the style of Erna Rath’s and because of the fact that Ravi-Kunst had made illustrations for others (especially for advertising and women’s magazines) since their beginning in the 1940s. (12/3)

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