1940er Märchenholzbild German Wall Figure Grossmann Reit im Winkl Gänsemagd 18 cm
1940er Grossmann Reit im Winkl: Kleine Gänsemagd mit Augenweiß, Handbemalt 18cm [EN] Early Goose Maid with Eye White


1940er Grossmann Reit im Winkl: Kleine Gänsemagd mit Augenweiß, Handbemalt 18cm [EN] Early Goose Maid with Eye White


1960s Mertens-Kunst as Original Bergischer Engel: Pied Piper with Pink Feather | German Wall Figure Märchen-Holzbild

1940er Original Bergischer Engel: Gestiefelter Kater mit Spitzentuch, Handbemalt 24 cm [EN] Puss in Boots with Lace Kerchief


ORIGINAL BERGISCHER ENGEL, JOSEF WITKOP: Josef Witkop (1898-1971) war der Vater von Johanna Gruner-Witkop, der Künstlerin des Original Bergischer Engel. Sein Keramik- und Porzellangeschäft war im Zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer gefallen. Die Familie Witkop zog nach Solingen und begann dort, Kunstgewerbe-Produkte aus Holz herzustellen und zu verkaufen. Josef Witkop wußte, dass seine Tochter Johanna (damals 17 Jahre alt) künstlerisch sehr begabt war und hatte darauf das neue Familiengeschäft aufgebaut; auf ihren Namen wurde der Betrieb auch angemeldet. Als Firmennamen wählte man „Original Bergischer Engel“, weil anfangs vor allem kleine Engelchen (zum Beispiel als Tischkartenhalter) hergestellt wurden und weil Solingen zu der Region „Bergisches Land“ gehört. Josef Witkop kümmerte sich fortan vor allem um die geschäftliche Seite, so dass die Märchen-Holzbilder und die originellen Hampelmänner aus Solingen-Wald bald in vielen Spielzeuggeschäften hingen.
[EN] ORIGINAL BERGISCHER ENGEL, JOSEF WITKOP: Josef Witkop (1898-1971) was the father of Johanna Gruner-Witkop, the artist of the Original Bergischer Engel. His ceramics and porcelain business was bombed and destroyed during the Second World War. So the Witkop family started making and selling pretty little fretsaw figures. Josef Witkop knew that his daughter Johanna (then 17 years old) was very talented artistically and he built the new family business on that foundation–it was also registered in his daughter’s name. “Original Bergischer Engel” was chosen as the company name, because initially many tiny angels were made (for example as place card holders) and because Solingen belongs to the “Bergisches Land” region. Josef Witkop primarily took care of the business side, so that the wood plaques and jumping jacks by the Original Bergischer Engel were soon hanging in many German toy stores. (Buch/25)
1960er Grossmann: Weißes Sterntaler mit hoher Tanne, Siebdruck 23 cm [EN] Star Money Girl with High Tree


GROSSMANN, MÄRCHEN: Obwohl Grossmann Reit im Winkl eigentlich der Spezialist für Zwergen-Holzbilder war, gibt es auch einige Märchenmotive. Am Sterntaler-Märchen lässt sich besonders gut verdeutlichen, wie sich die Figuren über die Jahrzehnte verändert haben: Das 1940er-Sterntaler war ernst, weiß, schmal und noch komplett handbemalt, wohingegen die 1970er-Figur niedlich, hellblau und eine Siebdruck-Figur war. Interessant ist, dass es das Sterntaler in den frühen Jahren auch mit schwarzen Haaren gab, mit einem Sternenkranz. Das häufigste Grossmann-Märchen war wohl das Schneewittchen, was wiederum gut zum Zwergen-Schwerpunkt von Grossmann passt. Weitere Märchen, die ich als Grossmann-Figuren kenne: Dornröschen, Rotkäppchen, Hans im Glück, Froschkönig, Aschenputtel, Brüderchen und Schwesterchen sowie die Gänsemagd, meist als niedliche Gänseliesel dargestellt.
[EN] GROSSMANN, FAIRY TALES: Although Grossmann Reit im Winkl was primarily known for their wooden dwarf figures, this manufacturer also created a number of fairy tale motifs. Their German Wall Figure of the Star Money Girl (Sterntaler) is especially telling in how the figures changed over the decades: The 1940s version shows a solemn, slim girl in a white dress, still completely hand-painted and with finely detailed features and soft brushwork. In contrast, the 1970s version is cute and childlike, dressed in light blue and produced using the screen-printing technique. This production shift reflected economic efficiency, though at the cost of some of the handcrafted charm. (Buch/25)
1940er Original Bergischer Engel: Blauer Froschkönig mit schmalem Gesicht und O-Mund, Handbemalt 24cm [EN] Frog Prince with Narrow Face


ORIGINAL BERGISCHER ENGEL, O-MÜNDER: Die frühen Holzbilder des Original Bergischer Engel aus den 1940er Jahren hatten oft einen erstaunten Ausdruck, weil der Mund ein längliches „O“ formte. Johanna Gruner-Witkop, die erste Besitzerin und Künstlerin des Original Bergischer Engel, hat mir im neuen Jahrtausend erzählt, dass sie zu Beginn ihres Betriebs in den Vierzigerjahren eine Freundin mit Design-Erfahrung hatte, die ihr sagte, dass gerade niedliche O-Münder und blonde Locken beliebt waren. Daher findet man häufig beides bei den frühen, noch ganz handbemalten Figuren des OBE: Die Froschkönig-Prinzessin mit dem blauen Sternenrock, die erste Version der Schornsteinfegerin (Hampelmann), das kleine blaue Aschenputtel und die Köchin mit der großen roten Schleife (Hampelmann). Die originelle Fischverkäuferin mit der kleinen Metallglocke in der Hand (Hampelmann) hatte zwar dunkle
[EN] ORIGINAL BERGISCHER ENGEL, O-MOUTHS: The early wood plaques by Original Bergischer Engel (1940s) often had an astonished expression because the mouth formed an elongated “O”. Johanna Gruner-Witkop, the first owner and artist of the Original Bergischer Engel, told me in the new millennium that when she started her business in the 1940s, she had a friend with design experience who told her that cute O-mouths and blonde curls were popular. That’s why you often find both on the early hand-painted figures by Original Bergischer Engel: on the Frog Prince princess with the blue starry skirt, the first chimney sweep girl (jumping jack), the little blue Cinderella and the chef girl with the big red bow (jumping jack). The fish seller woman with the small metal bell in her hand (jumping jack) had dark curly hair, but her shouting mouth also formed an “O”. (Buch/25)
1950er Original Bergischer Engel: Froschkönig-Prinzessin mit rosa Brautschleier, Handbemalt 16cm [EN] Yellow Frog Princess with Bridal Veil


ORIGINAL BERGISCHER ENGEL, MESSEWERBUNG: Der OBE hat in den 1940er bis 1960er Jahren viele Stände auf Spielwarenmessen gehabt. Johanna (Hannelore) Gruner-Witkop hat mir im neuen Jahrhundert von vielen Messen ihrer Manufaktur erzählt und mir Fotos gezeigt, auf denen man sie immer schick angezogen und häufig im Kundengespräch sieht. Auf einer Werbekarte des OBE steht folgender Text über gleich zwei verschiedene Messen: „Der Bergische Engel am neuen Messestand, Spielwaren-Messe Nürnberg, 13. bis 18. Februar 1966, Neubau Europahaus, Erdgeschoß, Stand 3082 B; Baby-Messe Köln 22. bis 24. April 1966, Halle 12, Erdgeschoß, Gang B, Stand 32, Hannelore Gruner-Witkop, Solingen-Wald, Hampelmänner, Wandbilder, Kleider-Recke.“
[EN] ORIGINAL BERGISCHER ENGEL, TOY FAIR AD: The Original Bergischer Engel had many booths at toy fairs from the 1940s to the 1960s. Johanna Gruner-Witkop told me about that in 2017 and and showed me photos in which you could see her, always smartly dressed and often talking to customers. On an Original Bergischer Engel advertising card, there is the following text about two different trade fairs: “The Bergischer Engel at the new trade fair stand, Nuremberg Toy Fair February 13th to 18th, 1966, new Europahaus building, ground floor, booth 3082 B; Baby Fair Cologne April 22nd to 24th, 1966, Hall 12, ground floor, aisle B, booth 32, Hannelore Gruner-Witkop, Solingen-Wald; Jumping Jacks, Wall Figures, Children’s Clothes Racks.” (translated) (Buch/25)
1940er Original Bergischer Engel, Hampelmann: Weiße Brezel-Bäckerin, Handbemalt 29cm [EN] Large Pretzel Baker Girl


ORIGINAL BERGISCHER ENGEL, HAMPELMÄNNER: Die Gründerin und somit die erste Besitzerin des Original Bergischer Engel, Johanna Gruner-Witkop, hat damals viele Kinder-Wandfiguren hergestellt – sie war aber auch für ihre sehr originellen Hampelmänner bekannt. Es gab zum Beispiel ein Mädchen mit Hampelzöpfen, einen Kasper mit Krokodil und Klatsche, eine Fischfrau mit einer Metallglocke, die schöne Schornsteinfegerin mit vierblättrigem Kleeblatt, das Pilzmännlein mit Fliegenpilz-Hut und einen Jägerjungen mit Dackel. Für die Herstellung wurden zwei unterschiedliche Holzarten verwendet, die intern „Märchen-Holz“ und „Hampelmann-Holz“ genannt wurden. Die inzwischen verstorbene Johanna Gruner-Witkop hatte mir im Februar 2019 noch davon erzählt: Das Holz für die Märchen-Holzbilder war immer weicheres Holz gewesen; das Holz für die Hampelmänner hingegen härteres Holz. Einer meiner Favoriten der Original-Bergischer-Engel-Hampelmänner ist die blonde Bäckerin mit den Brezeln und der Karohose.
[EN] ORIGINAL BERGISCHER ENGEL, JUMPING JACKS: The founder, artist, and first owner of the Original Bergischer Engel, Johanna Gruner-Witkop, made many children’s wood plaques; but she was also famous for her very original jumping jacks. For example, there was a girl with jumping pigtails, a Kasperle (Mister Punch) with a crocodile and a swatter, a fish woman with a metal bell, a little guy with a toadstool hat, and a hunter boy with a dachshund. Two different types of wood were used for the production, which were internally called “fairy tale wood” and “jumping jack wood”. The now deceased Johanna Gruner-Witkop told me about that in February 2019: The wood for the fairy tale plaques was always softer wood; the wood for the jumping jacks, however, was denser wood. One of my favorites of the Original Bergischer Engel jumping jack toys is the blonde baker girl with the pretzels and the checkered pants. (Buch/25)
1940er Grossmann: Frühes Teenager-Rotkäppchen, Handbemalt 20 cm [EN] Early Little Red Riding Hood


GROSSMANN, MÄRCHEN: Obwohl Grossmann Reit im Winkl eigentlich der Spezialist für Zwergen-Holzbilder war, gibt es auch einige Märchenmotive. Am Sterntaler-Märchen lässt sich besonders gut verdeutlichen, wie sich die Figuren über die Jahrzehnte verändert haben: Das 1940er-Sterntaler war ernst, weiß, schmal und noch komplett handbemalt, wohingegen die 1970er-Figur niedlich, hellblau und eine Siebdruck-Figur war. Interessant ist, dass es das Sterntaler in den frühen Jahren auch mit schwarzen Haaren gab, mit einem Sternenkranz. Das häufigste Grossmann-Märchen war wohl das Schneewittchen, was wiederum gut zum Zwergen-Schwerpunkt von Grossmann passt. Weitere Märchen, die ich als Grossmann-Figuren kenne: Dornröschen, Rotkäppchen, Hans im Glück, Froschkönig, Aschenputtel, Brüderchen und Schwesterchen sowie die Gänsemagd, meist als niedliche Gänseliesel dargestellt.
[EN] GROSSMANN, FAIRY TALES: Although Grossmann Reit im Winkl was primarily known for their wooden dwarf figures, this manufacturer also created a number of fairy tale motifs. Their German Wall Figure of the Star Money Girl (Sterntaler) is especially telling in how the figures changed over the decades: The 1940s version shows a solemn, slim girl in a white dress, still completely hand-painted and with finely detailed features and soft brushwork. In contrast, the 1970s version is cute and childlike, dressed in light blue and produced using the screen-printing technique. This production shift reflected economic efficiency, though at the cost of some of the handcrafted charm. (Buch/25)
1940er Grossmann: Frühes Schneewittchen mit rosa Ärmelband, Handbemalt 17×15cm [EN] Snow White with Puffy Sleeves


GROSSMANN, MÄRCHEN: Obwohl Grossmann Reit im Winkl eigentlich der Spezialist für Zwergen-Holzbilder war, gibt es auch einige Märchenmotive. Am Sterntaler-Märchen lässt sich besonders gut verdeutlichen, wie sich die Figuren über die Jahrzehnte verändert haben: Das 1940er-Sterntaler war ernst, weiß, schmal und noch komplett handbemalt, wohingegen die 1970er-Figur niedlich, hellblau und eine Siebdruck-Figur war. Interessant ist, dass es das Sterntaler in den frühen Jahren auch mit schwarzen Haaren gab, mit einem Sternenkranz. Das häufigste Grossmann-Märchen war wohl das Schneewittchen, was wiederum gut zum Zwergen-Schwerpunkt von Grossmann passt. Weitere Märchen, die ich als Grossmann-Figuren kenne: Dornröschen, Rotkäppchen, Hans im Glück, Froschkönig, Aschenputtel, Brüderchen und Schwesterchen sowie die Gänsemagd, meist als niedliche Gänseliesel dargestellt.
[EN] GROSSMANN, FAIRY TALES: Although Grossmann Reit im Winkl was primarily known for their wooden dwarf figures, this manufacturer also created a number of fairy tale motifs. Their German Wall Figure of the Star Money Girl (Sterntaler) is especially telling in how the figures changed over the decades: The 1940s version shows a solemn, slim girl in a white dress, still completely hand-painted and with finely detailed features and soft brushwork. In contrast, the 1970s version is cute and childlike, dressed in light blue and produced using the screen-printing technique. This production shift reflected economic efficiency, though at the cost of some of the handcrafted charm. (Buch/25)
1950er Grossmann Reit im Winkl: Früher Bergwerk-Zwerg mit Spitzhacke und Lederschürze, Handbemalt, 19 cm, Märchen-Holzbild [EN] Mine Dwarf with Pickaxe and Leather Apron, Hand-painted, 19 cm, German Wall Figure


GROSSMANN, ZWERGE: Niedliche Wichtel waren quasi die Spezialität von Grossmann Reit im Winkl in Oberbayern. Die Grossmann-Zwerge entwickelten sich über fast ein halbes Jahrhundert hinweg. In den 1940er und 1950er Jahren wurden die Figuren noch komplett handbemalt, später folgte der Siebdruck. Auch die Gesichter der Wichtel veränderten sich im Laufe der Zeit: Die Köpfe wurden gemäß dem Kindchenschema größer und (noch) niedlicher, was bei den meisten anderen Herstellern von Märchen-Holzbildern damals auch der Fall war. Besonders schöne Beispiele: Der Schuhmacher-Zwerg mit seiner Werkstatt, der Nachtwächter-Zwerg mit langem Cape und der glückliche Zwerg mit Huckepack-Kind.
🇬🇧 GROSSMANN, DWARFS: Cute gnomes were practically the specialty of Grossmann Reit im Winkl in Upper Bavaria. The Grossmann dwarf plaques developed over nearly half a century. In the 1940s and 1950s the figures were still entirely hand-painted, later screen-printed. The faces of the dwarfs changed over time as well: Their heads became larger and (even) cuter, in line with the so-called “baby schema,” which was also true of most other German Wall Figure manufacturers of the time. Particularly charming examples include: the shoemaker dwarf with his workshop, the night watch dwarf with a long cape, and the cheerful dwarf with a piggyback child. (Buch/25)