1960er Märchenholzbild German Wall Figure Weha-Kunst Froschkönig 21 cm

1960er Weha-Kunst: Froschkönig-Prinzessin mit Brunnen, Siebdruck 21cm Märchen-Holzbild [EN] Frog Prince Princess with Well, German Wall Figure

WEHA, ÜBERSICHT: „Weha“ steht für WEerkstätten HAupt. Diese Kunstgewerbe-Manufaktur wurde 1946, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, offiziell angemeldet. Dresden war zerstört, und der Architekt Fritz Haupt (Geburtsjahr 1913) konnte nicht mehr an seiner Hochschule unterrichten. So gründete er Weha-Kunst, später in Dippoldiswalde (Erzgebirge) ansässig. Weha ist berühmt für die kleinen Blumenkinder, aber es entstanden auch Märchen-Holzbilder. Die ersten Wandfiguren waren noch komplett handbemalt. Später ging man zum Siebdruck über. Einige der sehr frühen Märchen-Holzbilder entstanden eventuell auch schon vor der offiziellen Anmeldung 1946: Sie sollten in einem Kolonialwarenladen im zweiten Weltkrieg verkauft worden sein. Weiß jemand vielleicht mehr darüber? In der DDR war Weha enteignet worden. Der nach dem Mauerfall wiederaufgenommene Betrieb wurde im Frühling 2022 schließlich eingestellt. (Aus dem Buch: Die Ära der Märchen-Holzbilder, Vintage German Wall Figures, 2025, Christiane Dietz)

[EN] WEHA, OVERVIEW: “Weha” stands for WEerkstätten HAupt. Mr Fritz Haupt (born 1913) was an architect who had lost his job after the Second World War. He had worked at a Dresden University that was destroyed during the war. So he founded his famous workshop in Dippoldiswalde in the Ore Mountains, in 1946. Weha is most famous for their tiny flower girl figures, but they also produced German Wall Figures. The first wood plaques had still been hand-painted; later they switched to screen-printing. In the years that followed the workshop belonged to the communist GDR for several decades. Later the family got the rights of their company back but the business was finally closed down in 2022. (From the Book: Vintage German Wall Figures, Die Ära der Märchen-Holzbilder, 2025, Christiane Dietz)

1930er Märchenholzbild Münchner Kinder-Wandbilder Schneewittchen 26 cm

1930er Münchner-Kinder-Wandbilder: Schönes Schneewittchen mit Haar-Rose, Handbemalt, 26 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1930s Münchner-Kunst: Beautiful Snow White with Hair Rose, Hand-painted, 26 cm, German Wall Figure

MÜNCHNER KINDER-WANDBILDER: „Münchner Kinder-Wandbilder“ war der Name der frühen Münchner-Kunst. Die Sockel waren meist abgerundet und zeigen ein Wiesenmotiv. Diese Märchen-Holzbilder waren recht groß und wurden aus besonders dickem Sperrholz gefertigt. Die meisten stammen aus den 1930er-Jahren; einige Pappe-Figuren vermutlich auch aus den Kriegsjahren: Im Zweiten Weltkrieg war häufig auch das Holz von der Materialknappheit betroffen.

🇬🇧 MÜNCHNER KINDER-WANDBILDER: That was the name of the early Münchner-Kunst. You often found a rounded meadow base and the added word “Handmalerei” (hand-painted) on the back. The pictures were large and made from especially thick plywood. They were produced primarily in the 1930s, but presumably also during the war years, as some wall figures were made of cardboard. During the Second World War, materials often became scarce—in this case, plywood. (Buch/25)

1940er Märchenholzbild German Wall Figure Weha-Kunst Zwerg 22 cm

1940er Weha-Kunst: Filigraner Zwerg mit Fiedel und Kniehosen, Handbemalt, 22 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1940s Weha-Kunst: Filigree Midcentury Dwarf with Fiddle and Breeches, Hand-painted, 22 cm, German Wall Figure

WEHA, ÜBERSICHT: „Weha“ steht für WEerkstätten HAupt. Diese Kunstgewerbe-Manufaktur wurde 1946, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, offiziell angemeldet. Dresden war zerstört, und der Architekt Fritz Haupt (Geburtsjahr 1913) konnte nicht mehr an seiner Hochschule unterrichten. So gründete er Weha-Kunst, später in Dippoldiswalde (Erzgebirge) ansässig. Weha ist berühmt für die kleinen Blumenkinder, aber es entstanden auch Märchen-Holzbilder. Die ersten Wandfiguren waren noch komplett handbemalt. Später ging man zum Siebdruck über. Einige der sehr frühen Märchen-Holzbilder entstanden eventuell auch schon vor der offiziellen Anmeldung 1946: Sie sollten in einem Kolonialwarenladen im zweiten Weltkrieg verkauft worden sein. Weiß jemand vielleicht mehr darüber? In der DDR war Weha enteignet worden. Der nach dem Mauerfall wiederaufgenommene Betrieb wurde im Frühling 2022 schließlich eingestellt.

🇬🇧 WEHA, OVERVIEW: “Weha” stands for WEerkstätten HAupt. Mr Fritz Haupt (born 1913) was an architect who had lost his job after the Second World War. He had worked at a Dresden University that was destroyed during the war. So he founded his famous workshop in Dippoldiswalde in the Ore Mountains, in 1946. Weha is most famous for their tiny flower girl figures, but they also produced German Wall Figures. The first wood plaques had still been hand-painted; later they switched to screen-printing. In the years that followed the workshop belonged to the communist GDR for several decades. Later the family got the rights of their company back but the business was finally closed down in 2022. (Buch/25)

1940er Märchenholzbild Weha-Kunst Brüderchen Schwesterchen 21 cm

1940er Weha-Kunst: Brüderchen und Schwesterchen mit langem Zopf 21cm Märchen-Holzbild [EN] Brother and Sister with Long Braid, German Wall Figure

WEHA, ÜBERSICHT: „Weha“ steht für WEerkstätten HAupt. Diese Kunstgewerbe-Manufaktur wurde 1946, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, offiziell angemeldet. Dresden war zerstört, und der Architekt Fritz Haupt (Geburtsjahr 1913) konnte nicht mehr an seiner Hochschule unterrichten. So gründete er Weha-Kunst, später in Dippoldiswalde (Erzgebirge) ansässig. Weha ist berühmt für die kleinen Blumenkinder, aber es entstanden auch Märchen-Holzbilder. Die ersten Wandfiguren waren noch komplett handbemalt. Später ging man zum Siebdruck über. Einige der sehr frühen Märchen-Holzbilder entstanden eventuell auch schon vor der offiziellen Anmeldung 1946: Sie sollten in einem Kolonialwarenladen im zweiten Weltkrieg verkauft worden sein. Weiß jemand vielleicht mehr darüber? In der DDR war Weha enteignet worden. Der nach dem Mauerfall wiederaufgenommene Betrieb wurde im Frühling 2022 schließlich eingestellt.

🇬🇧 WEHA, OVERVIEW: “Weha” stands for WEerkstätten HAupt. Mr Fritz Haupt (born 1913) was an architect who had lost his job after the Second World War. He had worked at a Dresden University that was destroyed during the war. So he founded his famous workshop in Dippoldiswalde in the Ore Mountains, in 1946. Weha is most famous for their tiny flower girl figures, but they also produced German Wall Figures. The first wood plaques had still been hand-painted; later they switched to screen-printing. In the years that followed the workshop belonged to the communist GDR for several decades. Later the family got the rights of their company back but the business was finally closed down in 2022. (Buch/25)

1930er Märchenholzbild Münchner Kinder-Wandbilder Rotkäppchen 25 cm

1930er Münchner-Kinder-Wandbilder: Rotkäppchen-Rohling mit roter Strickjacke, Handbemalt, 25 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1930s Münchner-Kunst: Little Red Riding Hood Blank with Red Cardigan, Hand-painted, 25 cm, German Wall Figure

ENTWÜRFE UND ROHLINGE: Es ist immer sehr spannend, ein Märchen-Holzbild in den Händen zu halten, an dem man etwas über die Herstellungstechnik erkennen kann. Ich kenne halb vollendete Manufaktur-Arbeiten, bei denen nur die Vorzeichnung zu sehen ist – oder lediglich eine Grundfarbe des Rohlings. Auf der Rückseite erkennt man in der Regel die Holzfarbe des unbehandelten Materials. Manche Manufakturen haben die Figuren auf der Vorderseite zunächst weiß grundiert und erst danach farbig bemalt. Ich habe auch schon Märchen-Holzbilder gesehen, auf deren Rückseite sich ein erster Entwurf abzeichnete – auch das ist immer sehr interessant. Warum aber wurden manche schönen Arbeiten nicht vollendet? Vermutlich kam das Leben dazwischen: In den Jahren 1939–1945 könnte es durchaus der Zweite Weltkrieg gewesen sein. Ich weiß zum Beispiel, dass die Manufaktur von Karin von Wrangell damals „ausgebombt“ wurde.

🇬🇧 DRAFTS AND BLANK PLAQUES: It’s fascinating to hold an unfinished German Wall Figure in your hands and glimpse something of the production technique. I’ve come across half-finished pieces where only the preliminary drawing is visible—or just the base white coat on the blank. I’ve also seen figures with faint sketches on the back—early drafts that had been abandoned when the front was eventually painted. Why were some beautiful figures never completed? Life may have intervened: between 1939 and 1945, the reason may well have been the Second World War. I know, for instance, that the workshop of Karin von Wrangell (Wrangel-Kunst) was “bombed out” during the war. (Buch/25)

1930er Märchenholzbilder Münchner Kinder-Wandbilder Hänsel Gretel 26 cm

1930er Münchner-Kinder-Wandbilder: Großes buntes Hänsel und Gretel Paar, Handbemalt, 26 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1930s Münchner-Kunst: Large Colorful Hansel and Gretel Pair, Hand-painted, 26 cm, German Wall Figure

MÜNCHNER, LEBKUCHEN-SOCKEL: Eine Spezialität der historischen Kunstgewerbe-Manufaktur „Münchner-Kunst“ war der Lebkuchen-Sockel. Auf diesem Sockel standen oft Hänsel und Gretel als Einzelfiguren. Wenn man zwei passende Figuren von einem solchen Set hatte (es gab die Figuren in verschiedenen Größen, Ausführungen und Blickrichtungen, von den 1930er-Jahren bis etwa 1970), konnten sich Hänsel und Gretel immer gegenseitig an der Kinderzimmerwand ansehen.

🇬🇧 MUENCHNER, GINGERBREAD HEART BASE: A specialty of the mid-century manufacturer Münchner-Kunst was the German Wall Figures with the gingerbread heart base. On those bases, Hansel and Gretel stood as individual figures. If you had two matching figures from such a set, the children would face each other on the nursery wall. The figures varied in size, design, and direction—they were produced from the 1930s to around 1970. (Buch/25)

1940er Märchenholzbild German Wall Figure Münchner-Kunst Engel 24 cm

1940er Münchner-Kunst: Großer rosa Engel mit goldenem Heiligenschein, 24 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1940s Münchner-Kunst: Large Pink Angel with Golden Halo, 24 cm, German Wall Figure

GOLD ODER GELB? Die Goldfarbe wurde vor allem in den frühen Märchen-Holzbild-Jahrzehnten eingesetzt. Später wurde Gold häufig durch Gelb ersetzt: Da waren die goldenen Kronen plötzlich gelb geworden. Das fällt unter anderem beim Heller-Froschprinzesschen mit dem angehobenen Rock auf: Die erste Version um 1960 herum hatte noch die goldene Krone und die goldene Kugel. In den späteren Jahrzehnten (vor allem im späten Siebdruckverfahren) war beides gelb geworden.

🇬🇧 GOLD OR YELLOW? The color gold was mainly used in the first decades of the German Wall Figures. Later, gold was often replaced by yellow — suddenly all the golden crowns became yellow. For example: the Heller Frog Prince princess with raised hem. The first version, around 1960, still had the golden crown and golden ball. In later screen-printed decades both had turned yellow. (Buch/25)

1940er Märchenholzbild German Wall Figure EW-Figuren Sandmann, Kind 22 cm

1940er EW-Figuren: Reizendes Kerzenmädchen mit Golddetails-Sandmann, Handbemalt, 22×19 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1940s EW Figures: Charming Candle Girl with Gold Details Sandman, Hand-painted, 22×19 cm, German Wall Figure

EW-FIGUREN: Typisch für diesen Hersteller von Märchen-Holzbildern aus der Mitte des letzten Jahrhunderts sind die wunderschönen großen Augen und der Comic-Stil. Die Entwürfe sind äußerst originell, vermutlich einzigartig, denn ich kenne sie bisher von keiner anderen Manufaktur. Häufig werden Kinder aus Brüder-Grimm-Märchen dargestellt, aber es gibt zum Beispiel auch ein großes Kerzenkind mit einem kleinen Sack-Zwerg, der vermutlich den Sandmann darstellen soll. Besonders ungewöhnlich und sehr auffallend ist der Struwwelpeter mit schwarzen Fingernägeln. Einige Figuren tragen einen DDR-Preisaufkleber, was auf eine Herkunft aus Ostdeutschland hinweist. Wofür steht das Kürzel „EW“? Weiß jemand mehr über diese fast vergessene Manufaktur? Bitte schreiben Sie mir!

🇬🇧 EW FIGURES: The beautifully large eyes and the comic style are typical of the “EW Figures,” who produced German Wall Figures in the middle of the last century. Their designs are extremely original, probably unique, as I have not seen them from any other manufacturer. The Brothers Grimm fairy tale children are often depicted, but there is also a large candle child with a small sack dwarf, likely representing the Sandman. Particularly unusual and striking is the Struwwelpeter with black fingernails. Some figures bear a GDR price sticker, suggesting an East German origin. What does “EW” stand for? Does anyone know more about this great and almost forgotten decorative arts manufacturer? Please contact me! (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Edelholz Freiberg Kind 21 cm

1950er Edelholz Freiberg: Niedliches Gießkannen-Mädchen mit braunen Haaren, Erzgebirge, 21 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Edelholz Freiberg: Cute Watering Can Girl with Brown Hair, Ore Mountains, 21 cm, German Wall Figure

EDELHOLZ FREIBERG, KINDER: Dieser historische Hersteller aus dem Erzgebirge hat viele Märchen-Holzbilder hergestellt, aber auch Wandfiguren mit reinem Kindermotiv. Das Design der meisten Holzbilder stammt von Edelholz Freiberg selbst. Nur einige wenige Figuren sind Kopien anderer Firmen, zum Beispiel der frierende kleine Schneeball-Junge, den Heller bereits in den 1930er-Jahren produzierte. Ansonsten zeigen die Kinderfiguren von Edelholz Freiberg typische Kindermode der Jahrhundertmitte. Sehr beliebt waren etwa die reizenden Notenblatt-Mädchen in hübschen hellblauen und rosa Kleidern.

🇬🇧 EDELHOLZ FREIBERG, CHILDREN: This historical wood art manufacturer from the Ore Mountains produced many fairy tale wall figures, but also purely child-themed ones. Most of the children’s motifs were designed by Edelholz Freiberg themselves. Only a few were copies of other manufacturers, such as the shivering little snowball boy that Heller had already made in the 1930s. There were also wall figures by Edelholz Freiberg reflecting mid-century children’s fashion. Very popular were, for example, the charming sheet music girls in their light blue and pink dresses. (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Edelholz Freiberg Kind 21 cm

1950er Edelholz Freiberg: Niedliches Gießkannen-Mädchen mit blonden Haaren, Handbemalt, 21 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Edelholz Freiberg: Cute Watering Can Girl with Blond Hair, Hand-painted, 21 cm, German Wall Figure

EDELHOLZ FREIBERG, ÜBERSICHT: Diese Manufaktur aus dem Erzgebirge stellte von den 1940er- bis vermutlich in die 1960er-Jahre Märchen-Holzbilder unter eigenem Namen her. Die Inhaberin – und vermutlich auch die Künstlerin – war Margarethe Edel. Daher stammt wohl auch der Firmenname „Edelholz“, der zudem noch gut zur hohen Qualität der Figuren passt. Im Jahr 1942 wurde „Edelholz Freiberg“ ins Handelsregister von Freiberg eingetragen – mitten im Zweiten Weltkrieg. Wahrscheinlich in den 1960er-Jahren kam es zur Enteignung durch die DDR, so dass die Manufaktur fortan zum „VEB Kunstgewerbe-Werkstätten Olbernhau“ gehörte und unter diesem Namen mindestens ein weiteres Jahrzehnt Wandfiguren herstellte.

🇬🇧 EDELHOLZ FREIBERG, OVERVIEW: This manufacturer from the Ore Mountains produced German Wall Figures from the 1940s to presumably the 1960s under its own name. The owner–and most likely also the artist–was Margarethe Edel. The name “Edelholz” (literally “precious wood”) likely stems from her surname and fits well with the high quality of the figures. “Edelholz Freiberg” was officially registered in the Freiberg commercial register in 1942, during the Second World War. Most likely in the 1960s, the company was nationalized by the GDR and became part of the “VEB Kunstgewerbe-Werkstätten Olbernhau,” which continued to produce German Wall Figures under that name for at least another decade. (Buch/25)