1960er Märchenholzbild German Wall Figure Münchner-Kunst Peterchens Mondfahrt 25 cm

1960er Münchner-Kunst: Peterchens Mondfahrt mit Maikäfer und Anneliese, 25 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1960s Münchner-Kunst: Little Peter’s Journey to the Moon with Maybug and Anneliese, 25 cm, German Wall Figure

MÜNCHNER, BESITZER: Die Münchner-Kunst stellte im vergangenen Jahrhundert fünf Jahrzehnte lang Märchen-Holzbilder her. Es gab nach und nach vier verschiedene Besitzer mit unterschiedlichen Werkstätten. A) 1938–1947: Karl Jaeger mit Maria Wild, Baumstraße 8 in München (Geschäftsadresse). B) 1947–1956: Gerhard Jaeger mit Josef Riederer, Wittelsbacherstraße 6 sowie Ickstattstraße 16, beides in München. C) Die beiden letzten Inhaber waren Emil Knies und danach E. Hübner. Emil Knies hat noch in der Ickstattstraße produziert; bei E. Hübner ist die Werkstattadresse nicht bekannt.

🇬🇧 MUENCHNER, OWNERS: Münchner-Kunst produced many German Wall Figures in the last century. They existed for about half a century, with four different owners operating from different locations. A) 1938–1947: Karl Jaeger with Maria Wild, Baumstraße 8 in Munich (business address). B) 1947–1956: Gerhard Jaeger with Josef Riederer, Wittelsbacherstraße 6 as well as Ickstattstraße 16, both in Munich. C) The last two owners were Emil Knies and E. Hübner. Emil Knies continued production at Ickstattstraße 16; E. Hübner’s workshop address is unknown. (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Edelholz Freiberg Zwerg 16 cm

1950er Edelholz Freiberg: Margeriten-Zwerg mit Schalmei, 16×15 cm (Ilse Schneider-Motiv), Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Edelholz Freiberg: Daisy Dwarf with Shawm, 16×15 cm (Ilse Schneider Design), German Wall Figure

EDELHOLZ FREIBERG, ÜBERSICHT: Diese Manufaktur aus dem Erzgebirge stellte von den 1940er- bis vermutlich in die 1960er-Jahre Märchen-Holzbilder unter eigenem Namen her. Die Inhaberin – und vermutlich auch die Künstlerin – war Margarethe Edel. Daher stammt wohl auch der Firmenname „Edelholz“, der zudem noch gut zur hohen Qualität der Figuren passt. Im Jahr 1942 wurde „Edelholz Freiberg“ ins Handelsregister von Freiberg eingetragen – mitten im Zweiten Weltkrieg. Wahrscheinlich in den 1960er-Jahren kam es zur Enteignung durch die DDR, so dass die Manufaktur fortan zum „VEB Kunstgewerbe-Werkstätten Olbernhau“ gehörte und unter diesem Namen mindestens ein weiteres Jahrzehnt Wandfiguren herstellte.

🇬🇧 EDELHOLZ FREIBERG, OVERVIEW: This manufacturer from the Ore Mountains produced German Wall Figures from the 1940s to presumably the 1960s under its own name. The owner–and most likely also the artist–was Margarethe Edel. The name “Edelholz” (literally “precious wood”) likely stems from her surname and fits well with the high quality of the figures. “Edelholz Freiberg” was officially registered in the Freiberg commercial register in 1942, during the Second World War. Most likely in the 1960s, the company was nationalized by the GDR and became part of the “VEB Kunstgewerbe-Werkstätten Olbernhau,” which continued to produce German Wall Figures under that name for at least another decade. (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Unbekannt/EVP-Serie Frau Holle Pechmarie 20 cm

1950er Unbekannt, DDR: Frau Holles Pechmarie mit Pechhaaren, 20 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Unknown, GDR: Mother Hulda’s Pitch Mary with Pitch Hair, 20 cm, German Wall Figure

GOLDMARIE UND PECHMARIE: Die Märchen-Holzbilder von Goldmarie und Pechmarie traten meist als Einzelfiguren auf. Goldmarie ist das gute und hilfsbereite Mädchen, das später mit berühmten Goldregen unter dem Goldtor belohnt wird. Es gibt einige Wandfiguren, auf denen die Goldmarie zusammen mit Frau Holle zu sehen ist, aber kaum eine, auf der Frau Holle mit der Pechmarie gemeinsam abgebildet ist. Typische Attribute der Goldmarie: ein goldenes Tor, Goldmünzen, ein Hahn, ein Brunnen, eine Spindel oder auch eine Wolke, auf der sie ein Kissen ausschüttelt, aus dem es schneit. Die Pechmarie ist häufig weinend dargestellt, meist auch mit dem schwarzen Pech auf ihrem Kleid.

🇬🇧 GOLDEN MARY AND PITCH MARY: Golden Mary and Pitch Mary are sisters—one good, one bad. Most often, they are shown on separate German Wall Figures. There are some figures where Mother Holle is depicted together with Golden Mary, but almost never with Pitch Mary. In the end, both receive a “reward”: one with gold, the other with pitch. Typical attributes of Golden Mary include: golden gate, gold coins, rooster, well, spindle, or a cloud where she shakes a pillow to make it snow. Pitch Mary is sometimes shown crying, and most of the time you’ll also see the black pitch she is covered with. (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Edelholz Freiberg Zwerg 21 cm

1950er Edelholz Freiberg: Dirigent mit Sonnenblumen-Vögeln, 21 cm (Ilse-Schneider-Motiv), Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Edelholz Freiberg: Conductor with Sunflower Birds, 21 cm (Ilse Schneider Design), German Wall Figure

EDELHOLZ FREIBERG, ÜBERSICHT: Diese Manufaktur aus dem Erzgebirge stellte von den 1940er- bis vermutlich in die 1960er-Jahre Märchen-Holzbilder unter eigenem Namen her. Die Inhaberin – und vermutlich auch die Künstlerin – war Margarethe Edel. Daher stammt wohl auch der Firmenname „Edelholz“, der zudem noch gut zur hohen Qualität der Figuren passt. Im Jahr 1942 wurde „Edelholz Freiberg“ ins Handelsregister von Freiberg eingetragen – mitten im Zweiten Weltkrieg. Wahrscheinlich in den 1960er-Jahren kam es zur Enteignung durch die DDR, so dass die Manufaktur fortan zum „VEB Kunstgewerbe-Werkstätten Olbernhau“ gehörte und unter diesem Namen mindestens ein weiteres Jahrzehnt Wandfiguren herstellte.

🇬🇧 EDELHOLZ FREIBERG, OVERVIEW: This manufacturer from the Ore Mountains produced German Wall Figures from the 1940s to presumably the 1960s under its own name. The owner–and most likely also the artist–was Margarethe Edel. The name “Edelholz” (literally “precious wood”) likely stems from her surname and fits well with the high quality of the figures. “Edelholz Freiberg” was officially registered in the Freiberg commercial register in 1942, during the Second World War. Most likely in the 1960s, the company was nationalized by the GDR and became part of the “VEB Kunstgewerbe-Werkstätten Olbernhau,” which continued to produce German Wall Figures under that name for at least another decade. (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Edelholz Freiberg Sandmann 21 cm

1950er Edelholz Freiberg als VEB: Klassischer Sandmann in Blau, 21 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Edelholz Freiberg as VEB: Classic Sandman in Blue, 21 cm, German Wall Figure

SYNONYME FÜR HERSTELLER: Wie kann man all die Hersteller bezeichnen, die im letzten Jahrhundert Märchen-Holzbilder produziert haben, und zwar nicht als Hobbyarbeiten, sondern in höheren Auflagen, für den Verkauf bestimmt? Mir sind inzwischen viele verschiedene Wörter für diese Hersteller begegnet. Hier einige Beispiele: Kunstgewerbe-Manufaktur, Kunsthandwerksbetrieb, Kunstwerkstätte, Holzverarbeitender Betrieb, Kunstgewerblicher Hersteller, Kunstgewerblicher Betrieb, Kunstgewerbliche Holzverarbeitung (VEB Meißen, DDR), Holzkunst (VEB Dresden BT III. Meißen) und auch Kunstgewerbe-Werkstätten (VEB Olbernhau).

🇬🇧 SYNONYMS FOR PRODUCERS: What can you call the producers of German Wall Figures in the last century who did not make hobby crafts, but professional wood plaques in larger numbers, intended for sale? I’ve come across many different terms for those producers in German – even the manufacturers themselves used different terms. Here are a few examples, translated into English: arts and crafts workshop, arts and crafts studio, wood art studio, wood art workshop, craft workshop and craft studio. (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Münchner-Kunst Hänsel Gretel

1950er Münchner-Kunst: Kleiner Lebkuchen-Hänsel mit roter Mütze, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Münchner-Kunst: Small Gingerbread Heart Hansel with Red Cap, German Wall Figure

MÜNCHNER, LEBKUCHEN-SOCKEL: Eine Spezialität der historischen Kunstgewerbe-Manufaktur „Münchner-Kunst“ war der Lebkuchen-Sockel. Auf diesem Sockel standen oft Hänsel und Gretel als Einzelfiguren. Wenn man zwei passende Figuren von einem solchen Set hatte (es gab die Figuren in verschiedenen Größen, Ausführungen und Blickrichtungen, von den 1930er-Jahren bis etwa 1970), konnten sich Hänsel und Gretel immer gegenseitig an der Kinderzimmerwand ansehen.

🇬🇧 MUENCHNER, GINGERBREAD HEART BASE: A specialty of the mid-century manufacturer Münchner-Kunst was the German Wall Figures with the gingerbread heart base. On those bases, Hansel and Gretel stood as individual figures. If you had two matching figures from such a set, the children would face each other on the nursery wall. The figures varied in size, design, and direction—they were produced from the 1930s to around 1970. (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Edelholz Freiberg Rotkäppchen 20 cm

1950er Edelholz Freiberg: Niedliches Rotkäppchen mit Schriftzug „Wein“, Handbemalt, 20 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Edelholz Freiberg: Sweet Little Red Riding Hood with “Wine” Inscription, Hand-painted, 20 cm, German Wall Figure

EDELHOLZ FREIBERG, ÜBERSICHT: Diese Manufaktur aus dem Erzgebirge stellte von den 1940er- bis vermutlich in die 1960er-Jahre Märchen-Holzbilder unter eigenem Namen her. Die Inhaberin – und vermutlich auch die Künstlerin – war Margarethe Edel. Daher stammt wohl auch der Firmenname „Edelholz“, der zudem noch gut zur hohen Qualität der Figuren passt. Im Jahr 1942 wurde „Edelholz Freiberg“ ins Handelsregister von Freiberg eingetragen – mitten im Zweiten Weltkrieg. Wahrscheinlich in den 1960er-Jahren kam es zur Enteignung durch die DDR, so dass die Manufaktur fortan zum „VEB Kunstgewerbe-Werkstätten Olbernhau“ gehörte und unter diesem Namen mindestens ein weiteres Jahrzehnt Wandfiguren herstellte.

🇬🇧 EDELHOLZ FREIBERG, OVERVIEW: This manufacturer from the Ore Mountains produced German Wall Figures from the 1940s to presumably the 1960s under its own name. The owner–and most likely also the artist–was Margarethe Edel. The name “Edelholz” (literally “precious wood”) likely stems from her surname and fits well with the high quality of the figures. “Edelholz Freiberg” was officially registered in the Freiberg commercial register in 1942, during the Second World War. Most likely in the 1960s, the company was nationalized by the GDR and became part of the “VEB Kunstgewerbe-Werkstätten Olbernhau,” which continued to produce German Wall Figures under that name for at least another decade. (Buch/25)

1940er Märchenholzbild German Wall Figure Münchner-Kunst Schneewittchen

1940er Münchner-Kunst: Ungewöhnliches großes Matrosenkragen-Schneewittchen 🇬🇧 1940s Münchner-Kunst: Unusual Large Snow White with Sailor Collar, German Wall Figure

MÜNCHNER, BESITZER: Die Münchner-Kunst stellte im vergangenen Jahrhundert fünf Jahrzehnte lang Märchen-Holzbilder her. Es gab nach und nach vier verschiedene Besitzer mit unterschiedlichen Werkstätten. A) 1938–1947: Karl Jaeger mit Maria Wild, Baumstraße 8 in München (Geschäftsadresse). B) 1947–1956: Gerhard Jaeger mit Josef Riederer, Wittelsbacherstraße 6 sowie Ickstattstraße 16, beides in München. C) Die beiden letzten Inhaber waren Emil Knies und danach E. Hübner. Emil Knies hat noch in der Ickstattstraße produziert; bei E. Hübner ist die Werkstattadresse nicht bekannt.

🇬🇧 MUENCHNER, OWNERS: Münchner-Kunst produced many German Wall Figures in the last century. They existed for about half a century, with four different owners operating from different locations. A) 1938–1947: Karl Jaeger with Maria Wild, Baumstraße 8 in Munich (business address). B) 1947–1956: Gerhard Jaeger with Josef Riederer, Wittelsbacherstraße 6 as well as Ickstattstraße 16, both in Munich. C) The last two owners were Emil Knies and E. Hübner. Emil Knies continued production at Ickstattstraße 16; E. Hübner’s workshop address is unknown. (Buch/25)

1940er Märchenholzbild German Wall Figure EW-Figuren Rotkäppchen 22 cm

1940er EW-Figuren: Schwarzes Rotkäppchen mit großen Augen, 22 cm, Handbemalt 🇬🇧 1940s EW Figures: Black Little Red Riding Hood with Big Eyes, 22 cm, Hand-painted German Wall Figure

EW-FIGUREN: Typisch für diesen Hersteller von Märchen-Holzbildern aus der Mitte des letzten Jahrhunderts sind die wunderschönen großen Augen und der Comic-Stil. Die Entwürfe sind äußerst originell, vermutlich einzigartig, denn ich kenne sie bisher von keiner anderen Manufaktur. Häufig werden Kinder aus Brüder-Grimm-Märchen dargestellt, aber es gibt zum Beispiel auch ein großes Kerzenkind mit einem kleinen Sack-Zwerg, der vermutlich den Sandmann darstellen soll. Besonders ungewöhnlich und sehr auffallend ist der Struwwelpeter mit schwarzen Fingernägeln. Einige Figuren tragen einen DDR-Preisaufkleber, was auf eine Herkunft aus Ostdeutschland hinweist. Wofür steht das Kürzel „EW“? Weiß jemand mehr über diese fast vergessene Manufaktur? Bitte schreiben Sie mir!

🇬🇧 EW FIGURES: The beautifully large eyes and the comic style are typical of the “EW Figures,” who produced German Wall Figures in the middle of the last century. Their designs are extremely original, probably unique, as I have not seen them from any other manufacturer. The Brothers Grimm fairy tale children are often depicted, but there is also a large candle child with a small sack dwarf, likely representing the Sandman. Particularly unusual and striking is the Struwwelpeter with black fingernails. Some figures bear a GDR price sticker, suggesting an East German origin. What does “EW” stand for? Does anyone know more about this great and almost forgotten decorative arts manufacturer? Please contact me! (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Kurt Süß Zwerg 15 × 16 cm

1950er Kurt Süß: Schnecken-Zwerg mit Schnur, Handbemalt, 15×16 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Kurt Süß: Snail Dwarf with String, Hand-painted, 15×16 cm, German Wall Figure

KURT SÜSS, VOR DER ENTEIGNUNG: Für die historische Kunstgewerbe-Manufaktur von Kurt Süß gab es zwei Phasen, und zwar vor und nach der Enteignung im letzten Jahrhundert durch die DDR. Die frühen Figuren (etwa bis zum Ende der 1950er-Jahre) tragen noch den echten Namen des Eigentümers auf der Rückseite: Kurt Süß, manchmal auch „Kurt Süss“ geschrieben. Nach der Umwandlung in einen VEB tauchte der Name des ehemaligen Inhabers auf den Rückseiten nicht mehr auf. Ein interessanter Aspekt ist jedoch dies: Kurt Süß hat in seiner frühen Phase nicht jedes seiner Märchen-Holzbilder mit einem Stempel versehen. Da die DDR auch die Lagerware von Kurt Süß übernommen hat, könnte es sein, dass eine der alten Figuren später einen VEB-Stempel bekommen hat, obwohl das Holzbild aus der frühen Phase stammte.

🇬🇧 KURT SÜSS, BEFORE THE EXPROPRIATION: There were two phases of the Kurt Süß wood plaques from Meissen; they were either from before or after the expropriation of his workshop by the communist GDR regime in the last century. His early wall figures (roughly up to the end of the 1950s) still carried his name on the back: Kurt Süß, sometimes also spelled “Kurt Süss.” Both would be written “Kurt Suess” without the umlauts. After the expropriation of the company by the GDR, the former owner’s name no longer appeared on the backs. The manufacturer became a so-called “VEB,” a state-owned enterprise. There is an interesting aspect though: even in the first phase, Kurt Süß did not stamp all of his wood pictures. When the GDR took possession of his old stock, they may have added their “VEB” stamp to older figures that had actually been produced before the expropriation of the Kurt Süß company. (Buch/25)