1940er Unbekannt: Erschöpfter Holland-Zwerg 14cm [EN] Very Exhausted Toadstool Dwarf

HOLLAND: Es gibt schöne, sich sehr ähnelnde Wandfiguren aus den Niederlanden, vermutlich aus den 1930er und 1940er Jahren. Manchmal steht „Handarbeid Holland“ (häufig in rot) oder „Handbemahlt“ auf der Rückseite. „Handarbeid“-Beispiele: Pelikan-Reiter, Zaun-Kinder, Waschzuber-Mädchen und ein Angler-Zwerg, an dem man die Technik der Motivaufbringung erkennt, denn auf der Rückseite ist das gleiche Motiv aufgedruckt, nur unbemalt. „Handbemahlt“-Beispiele: ein Junge mit einem Fußball, ein Junge mit einer Kerze und ein Mädchen mit einer riesigen Tasche. Manchmal findet man nur (oder zusätzlich) die Zahl 1, 2, 3 oder 4 und teilweise einen dreieckigen Papieraufhänger. Es könnte sein, dass es sich immer um den gleichen Hersteller handelt. Vermutlich von einem anderen Produzenten stammen die Niederlande-Figuren mit den dicken braunen gedruckten Umrissen, zum Beispiel ein erschöpfter Fliegenpilz-Zwerg. Weiß jemand mehr darüber? Bitte schreiben Sie mir! (Aus dem Buch: Die Ära der Märchen-Holzbilder, Vintage German Wall Figures, 2025, Christiane Dietz)

[EN] HOLLAND: There are charming and very similar wall figures from the Netherlands, most likely from the 1930s and 1940s. Sometimes the back says “Handarbeid Holland” (often in red) or “Handbemahlt” (hand-painted). Examples for “Handarbeid”: Pelican Rider, Fence Children, Washtub Girl, and a Fishing Gnome, which reveals the motif application technique as the same motif is printed on the back—just unpainted. “Handbemahlt” examples include: Boy with Football or Candle, Girl with Giant Bag. Sometimes only the numbers 1, 2, 3 or 4 appear, and occasionally a triangular paper hanger is attached to the back. They might all come from the same manufacturer. Other figures with thick brown printed outlines, such as an exhausted fly agaric gnome, likely stem from a different Dutch producer. Does anyone know more? Please get in touch! (From the Book: Vintage German Wall Figures, Die Ära der Märchen-Holzbilder, 2025, Christiane Dietz)

1940er Unbekannt: Dornröschen-Diorama mit kleinen roten Pilzen, Handbemalt 34x14cm [EN] Sleeping Beauty Diorama

GARDEROBEN, MESSLATTEN, DIORAMEN: Die meisten Hersteller von Märchen-Holzbildern haben damals auch größere Zusatzprodukte angefertigt. Kindergarderoben kamen zum Beispiel von Mertens, Heller, Kleur & Profiel (Niederlande) und von Grossmann Reit im Winkl in Bayern. Viele Manufakturen stellten außerdem Kindermesslatten her. Eine der schönsten Messlatten von Mertens-Kunst zeigt Kinder aus verschiedenen Nationen und Epochen – heute politisch unkorrekt, etwa Indianer, Maya-Junge, Eskimo, Japan-Mädchen im Kimono, Griechenland-Mädchen in antiker Kleidung, Holland-Mädchen, Afrika-Mädchen im Bastrock und ein Mexiko-Junge. Dioramen ohne Garderobenfunktion wurden etwa bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts produziert; die größte Vielfalt stammt von den Münchner Herstellern, zum Beispiel mit dem gestiefelten Kater und einer Märchenkutsche. Mertens stellte auch sehr kleine Dioramen mit Mini-Figuren her, etwa Schneewittchen mit den sieben Zwergen auf einer schmalen Holzleiste. (Aus dem Buch: Die Ära der Märchen-Holzbilder, Vintage German Wall Figures, 2025, Christiane Dietz)

[EN] COAT RACKS, GROWTH CHARTS, DIORAMAS: Most manufacturers of German Wall Figures in the last century also produced larger supplementary items. Children’s coat racks came, for example, from Mertens, Heller, Kleur&Profiel (Netherlands), and Grossmann. Many producers also made children’s growth charts. One of the most beautiful Mertens growth charts shows children from various nations and historical eras—most of them now politically incorrect: for example, Native American boy, Mayan boy, Eskimo (Inuit) girl, Japanese girl in a kimono, Greek girl in ancient attire, Dutch girl, African girl in a raffia skirt, and a Mexican boy. Dioramas without coat rack function were produced until the 1960s; the greatest variety came from Munich manufacturers—such as a Puss in Boots figure with a fairy tale carriage. Mertens also made very small dioramas with mini-figures, like a Snow White with all the seven dwarfs, mounted on a narrow wooden strip. (From the Book: Vintage German Wall Figures, Die Ära der Märchen-Holzbilder, 2025, Christiane Dietz)

1930er Unbekannt: Füllige Dachauer-Tracht-Frau mit Rosen, Handbemalt 19x19cm [EN] Full Folk Costume Woman with Roses *

UNBEKANNTE RUNDRAHMEN-TRACHTEN: Die Figuren zeichnen sich durch einen seltsam-skurrilen Stil aus. Bekannt sind zwei stark füllige weibliche Darstellungen sowie ein weit ausschreitender, rufender Mann mit sichtbar gezeichneter, schwarz umrandeter Zahnreihe und einer Hand in der Hosentasche. Die Figur ist nur noch zur Hälfte vorhanden und ist trotz des grundsätzlich dicken und stabilen Holzes durch äußere Einwirkung abgebrochen. Sämtliche Wandfiguren sind in einen grün gefassten Rundrahmen eingebunden, handbemalt und hochwertig ausgeführt; die Trachten weisen detaillierte, zeichnerisch ausgearbeitete Bezüge zur Region Dachau auf. Stil und Materialität des Holzes sprechen für eine Entstehung in den 1930er Jahren. Vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund des Konzentrationslagers Dachau (1933–1945) lässt sich fragen, ob der teils fast groteske Ausdruck als distanzierende oder kommentierende Bildsprache verstanden werden kann. Es gab traditionell aber auch den Dachauer Bauern in der Karikatur, von daher könnten die Figuren auch eine überspitzte Art der Karikatur sein.

[EN] Unknown Round-Frame Folk Costume Figures: The figures are characterized by a strangely quirky style. Known examples include two markedly full-bodied female figures and a widely striding, calling male figure with a visibly rendered row of black-outlined teeth and one hand in his trouser pocket. This figure survives only in part; despite the generally thick and stable wood, it was broken through external impact. All wall figures are set within a green-painted round frame, hand-painted and of high-quality execution; the costumes display detailed, drawn references to the Dachau region. Stylistic features and the material qualities of the wood suggest an origin in the 1930s. Against the historical background of the Dachau concentration camp (1933–1945), it may be asked whether the almost grotesque expression can be read as a distancing or commenting visual language. Traditionally, the Dachau farmer also appeared in caricature; therefore, these figures may likewise represent an exaggerated, caricature-like form of depiction.

1930er Unbekannt: Füllige Dachauer-Tracht-Frau mit Lebkuchenherz, Handbemalt 19x19cm [EN] Dachau Folk Woman with Heart

UNBEKANNTE RUNDRAHMEN-TRACHTEN: Die Figuren zeichnen sich durch einen seltsam-skurrilen Stil aus. Bekannt sind zwei stark füllige weibliche Darstellungen sowie ein weit ausschreitender, rufender Mann mit sichtbar gezeichneter, schwarz umrandeter Zahnreihe und einer Hand in der Hosentasche. Die Figur ist nur noch zur Hälfte vorhanden und ist trotz des grundsätzlich dicken und stabilen Holzes durch äußere Einwirkung abgebrochen. Sämtliche Wandfiguren sind in einen grün gefassten Rundrahmen eingebunden, handbemalt und hochwertig ausgeführt; die Trachten weisen detaillierte, zeichnerisch ausgearbeitete Bezüge zur Region Dachau auf. Stil und Materialität des Holzes sprechen für eine Entstehung in den 1930er Jahren. Vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund des Konzentrationslagers Dachau (1933–1945) lässt sich fragen, ob der teils fast groteske Ausdruck als distanzierende oder kommentierende Bildsprache verstanden werden kann. Es gab traditionell aber auch den Dachauer Bauern in der Karikatur, von daher könnten die Figuren auch eine überspitzte Art der Karikatur sein.

[EN] Unknown Round-Frame Folk Costume Figures: The figures are characterized by a strangely quirky style. Known examples include two markedly full-bodied female figures and a widely striding, calling male figure with a visibly rendered row of black-outlined teeth and one hand in his trouser pocket. This figure survives only in part; despite the generally thick and stable wood, it was broken through external impact. All wall figures are set within a green-painted round frame, hand-painted and of high-quality execution; the costumes display detailed, drawn references to the Dachau region. Stylistic features and the material qualities of the wood suggest an origin in the 1930s. Against the historical background of the Dachau concentration camp (1933–1945), it may be asked whether the almost grotesque expression can be read as a distancing or commenting visual language. Traditionally, the Dachau farmer also appeared in caricature; therefore, these figures may likewise represent an exaggerated, caricature-like form of depiction.

1930er Unbekannt: Skurriler Mann in Dachauer Tracht, Handbemalt 23x23cm [EN] Man in Dachau Folk Costume

UNBEKANNTE RUNDRAHMEN-TRACHTEN: Die Figuren zeichnen sich durch einen seltsam-skurrilen Stil aus. Bekannt sind zwei stark füllige weibliche Darstellungen sowie ein weit ausschreitender, rufender Mann mit sichtbar gezeichneter, schwarz umrandeter Zahnreihe und einer Hand in der Hosentasche. Die Figur ist nur noch zur Hälfte vorhanden und ist trotz des grundsätzlich dicken und stabilen Holzes durch äußere Einwirkung abgebrochen. Sämtliche Wandfiguren sind in einen grün gefassten Rundrahmen eingebunden, handbemalt und hochwertig ausgeführt; die Trachten weisen detaillierte, zeichnerisch ausgearbeitete Bezüge zur Region Dachau auf. Stil und Materialität des Holzes sprechen für eine Entstehung in den 1930er Jahren. Vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund des Konzentrationslagers Dachau (1933–1945) lässt sich fragen, ob der teils fast groteske Ausdruck als distanzierende oder kommentierende Bildsprache verstanden werden kann. Es gab traditionell aber auch den Dachauer Bauern in der Karikatur, von daher könnten die Figuren auch eine überspitzte Art der Karikatur sein.

[EN] Unknown Round-Frame Folk Costume Figures: The figures are characterized by a strangely quirky style. Known examples include two markedly full-bodied female figures and a widely striding, calling male figure with a visibly rendered row of black-outlined teeth and one hand in his trouser pocket. This figure survives only in part; despite the generally thick and stable wood, it was broken through external impact. All wall figures are set within a green-painted round frame, hand-painted and of high-quality execution; the costumes display detailed, drawn references to the Dachau region. Stylistic features and the material qualities of the wood suggest an origin in the 1930s. Against the historical background of the Dachau concentration camp (1933–1945), it may be asked whether the almost grotesque expression can be read as a distancing or commenting visual language. Traditionally, the Dachau farmer also appeared in caricature; therefore, these figures may likewise represent an exaggerated, caricature-like form of depiction.

1940er Unbekannt: Tänzelnder Hollandzwerg im Rattenfänger-Stil, Handbemalt 21cm [EN] Dancing Dwarf with Orange Cape *

HOLLAND, TIPPFEHLER: Es gibt schöne, sich sehr ähnelnde Wandfiguren aus den Niederlanden, vermutlich aus den 1930er und 1940er Jahren. Manchmal steht „Handarbeid Holland“ (häufig in rot) oder „Handbemahlt“ auf der Rückseite. „Handarbeid“-Beispiele: Pelikan-Reiter, Zaun-Kinder, Waschzuber-Mädchen und ein Angler-Zwerg, an dem man die Technik der Motivaufbringung erkennt, denn auf der Rückseite ist das gleiche Motiv aufgedruckt, nur unbemalt. „Handbemahlt“-Beispiele: ein Junge mit einem Fußball, ein Junge mit einer Kerze und ein Mädchen mit einer riesigen Tasche. Manchmal findet man nur (oder zusätzlich) die Zahl 1, 2, 3 oder 4 und teilweise einen dreieckigen Papieraufhänger. Es könnte sein, dass es sich immer um den gleichen Hersteller handelt. Vermutlich von einem anderen Produzenten stammen die Niederlande-Figuren mit den dicken braunen gedruckten Umrissen, zum Beispiel ein erschöpfter Fliegenpilz-Zwerg. Weiß jemand mehr darüber? Bitte schreiben Sie mir! (Aus dem Buch: Die Ära der Märchen-Holzbilder, Vintage German Wall Figures, 2025, Christiane Dietz)

🇬🇧 HOLLAND, TYPO: There are charming and very similar wall figures from the Netherlands, most likely from the 1930s and 1940s. Sometimes the back says “Handarbeid Holland” (often in red) or “Handbemahlt” (hand-painted). Examples for “Handarbeid”: Pelican Rider, Fence Children, Washtub Girl, and a Fishing Gnome, which reveals the motif application technique as the same motif is printed on the back—just unpainted. “Handbemahlt” examples include: Boy with Football or Candle, Girl with Giant Bag. Sometimes only the numbers 1, 2, 3 or 4 appear, and occasionally a triangular paper hanger is attached to the back. They might all come from the same manufacturer. Other figures with thick brown printed outlines, such as an exhausted fly agaric gnome, likely stem from a different Dutch producer. Does anyone know more? Please get in touch! (From the Book: Vintage German Wall Figures, Die Ära der Märchen-Holzbilder, 2025, Christiane Dietz)

1940er Unbekannt: Hollandzwerg mit Laterne „Handbemahlt“, 20cm [EN] Netherlands Dwarf on Green Base

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HOLLAND, TIPPFEHLER: Es gibt schöne, sich sehr ähnelnde Wandfiguren aus den Niederlanden, vermutlich aus den 1930er und 1940er Jahren. Manchmal steht „Handarbeid Holland“ (häufig in rot) oder „Handbemahlt“ auf der Rückseite. „Handarbeid“-Beispiele: Pelikan-Reiter, Zaun-Kinder, Waschzuber-Mädchen und ein Angler-Zwerg, an dem man die Technik der Motivaufbringung erkennt, denn auf der Rückseite ist das gleiche Motiv aufgedruckt, nur unbemalt. „Handbemahlt“-Beispiele: ein Junge mit einem Fußball, ein Junge mit einer Kerze und ein Mädchen mit einer riesigen Tasche. Manchmal findet man nur (oder zusätzlich) die Zahl 1, 2, 3 oder 4 und teilweise einen dreieckigen Papieraufhänger. Es könnte sein, dass es sich immer um den gleichen Hersteller handelt. Vermutlich von einem anderen Produzenten stammen die Niederlande-Figuren mit den dicken braunen gedruckten Umrissen, zum Beispiel ein erschöpfter Fliegenpilz-Zwerg. Weiß jemand mehr darüber? Bitte schreiben Sie mir! (Aus dem Buch: Die Ära der Märchen-Holzbilder, Vintage German Wall Figures, 2025, Christiane Dietz)

🇬🇧 HOLLAND, TYPO: There are charming and very similar wall figures from the Netherlands, most likely from the 1930s and 1940s. Sometimes the back says “Handarbeid Holland” (often in red) or “Handbemahlt” (hand-painted). Examples for “Handarbeid”: Pelican Rider, Fence Children, Washtub Girl, and a Fishing Gnome, which reveals the motif application technique as the same motif is printed on the back—just unpainted. “Handbemahlt” examples include: Boy with Football or Candle, Girl with Giant Bag. Sometimes only the numbers 1, 2, 3 or 4 appear, and occasionally a triangular paper hanger is attached to the back. They might all come from the same manufacturer. Other figures with thick brown printed outlines, such as an exhausted fly agaric gnome, likely stem from a different Dutch producer. Does anyone know more? Please get in touch! (From the Book: Vintage German Wall Figures, Die Ära der Märchen-Holzbilder, 2025, Christiane Dietz)

1940er Unbekannt: Hollandmädchen mit Puppenwäsche 18cm [EN] Wash Tub Girl with Doll Bath

HOLLAND, TIPPFEHLER: Es gibt schöne, sich sehr ähnelnde Wandfiguren aus den Niederlanden, vermutlich aus den 1930er und 1940er Jahren. Manchmal steht „Handarbeid Holland“ (häufig in rot) oder „Handbemahlt“ auf der Rückseite. „Handarbeid“-Beispiele: Pelikan-Reiter, Zaun-Kinder, Waschzuber-Mädchen und ein Angler-Zwerg, an dem man die Technik der Motivaufbringung erkennt, denn auf der Rückseite ist das gleiche Motiv aufgedruckt, nur unbemalt. „Handbemahlt“-Beispiele: ein Junge mit einem Fußball, ein Junge mit einer Kerze und ein Mädchen mit einer riesigen Tasche. Manchmal findet man nur (oder zusätzlich) die Zahl 1, 2, 3 oder 4 und teilweise einen dreieckigen Papieraufhänger. Es könnte sein, dass es sich immer um den gleichen Hersteller handelt. Vermutlich von einem anderen Produzenten stammen die Niederlande-Figuren mit den dicken braunen gedruckten Umrissen, zum Beispiel ein erschöpfter Fliegenpilz-Zwerg. Weiß jemand mehr darüber? Bitte schreiben Sie mir! (Aus dem Buch: Die Ära der Märchen-Holzbilder, Vintage German Wall Figures, 2025, Christiane Dietz)

🇬🇧 HOLLAND, TYPO: There are charming and very similar wall figures from the Netherlands, most likely from the 1930s and 1940s. Sometimes the back says “Handarbeid Holland” (often in red) or “Handbemahlt” (hand-painted). Examples for “Handarbeid”: Pelican Rider, Fence Children, Washtub Girl, and a Fishing Gnome, which reveals the motif application technique as the same motif is printed on the back—just unpainted. “Handbemahlt” examples include: Boy with Football or Candle, Girl with Giant Bag. Sometimes only the numbers 1, 2, 3 or 4 appear, and occasionally a triangular paper hanger is attached to the back. They might all come from the same manufacturer. Other figures with thick brown printed outlines, such as an exhausted fly agaric gnome, likely stem from a different Dutch producer. Does anyone know more? Please get in touch! (From the Book: Vintage German Wall Figures, Die Ära der Märchen-Holzbilder, 2025, Christiane Dietz)

1930er Kunstgewerbliche Handarbeit: Schneewittchen und die sieben Zwerge, Handbemalt 13x17cm [EN] Snow White and the 7 Dwarfs

KUNSTGEWERBLICHE HANDARBEIT: Auf der Rückseite dieser historischen und meist eher kleinen Märchen-Holzbilder steht fast immer „Kunstgewerbliche Handarbeit“ und eine Motivnummer, die mit „No“ abgekürzt ist. Deshalb nenne ich sie auch die „Unbekannte No-Serie“. Produziert wurde wohl in den 1930er- und 1940er-Jahren, wobei während des Zweiten Weltkriegs offenbar auf das Material Pappe umgestiegen wurde – vermutlich war das Holz in der Kriegszeit knapp geworden. Das ging damals vielen Herstellern so. Diese Manufaktur hat auch sehr viele kleine Tischkartenhalter im gleichen Stil hergestellt. Weiß jemand den richtigen Namen des Herstellers? Bitte schreiben Sie mir! (Aus dem Buch: Die Ära der Märchen-Holzbilder, Vintage German Wall Figures, 2025, Christiane Dietz)

🇬🇧 KUNSTGEWERBLICHE HANDARBEIT: On the back of these historical and mostly rather small German Wall Figures, they almost always stamped “Kunstgewerbliche Handarbeit,” meaning handmade arts and crafts. And there was a motif number, too, abbreviated as “No.” That’s why I also call it the “Unknown No Series.” They were probably produced in the 1930s and 1940s, although during the Second World War, cardboard was apparently used instead of wood—presumably due to the material shortages during wartime. That happened to other producers, too. This manufacturer also made many tiny place card stands in the same style. Does anyone know the correct name of the manufacturer? Please get in touch! (From the Book: Vintage German Wall Figures, Die Ära der Märchen-Holzbilder, 2025, Christiane Dietz)

1930er Unbekannt: Pappe-Rotkäppchen mit Wolf, Handbemalt 25cm [EN] Little Red Riding Hood on Cardboard

PAPPE-FIGUREN: In den Kriegsjahren (Zweiten Weltkrieg) stiegen einige Hersteller von Märchen-Holzbildern auf Pappe um, wegen des Materialmangels. Auf eigenen dieser Kriegsware-Figuren steht auf der Rückseite ein Hinweis-Stempel, dass die Produktion „vorübergehend auf Pappe“ erfolgt. Das ist zum Beispiel bei einer handbemalten Aschenputtel-Figur der Fall, die leider einen schlecht lesbaren Hersteller-Stempel hat: Es scheint das Wort „Kunsttruhe“ zum Namen zu gehören und es ist auch eine Truhe abgebildet. Neben den Kriegspappe-Bildern gab es auch Manufakturen, die ohne Not Pappe-Figuren herstellten, viele davon wurden sogar handbemalt. Sie sind aber eher die Ausnahme in der Märchen-Holzbild-Ära (1920er bis 1980er). (Aus dem Buch: Die Ära der Märchen-Holzbilder, Vintage German Wall Figures, 2025, Christiane Dietz)

🇬🇧 CARDBOARD FIGURES: Some manufacturers of German Wall Figures switched from wood to cardboard during the Second World War, mainly because there was a shortage of plywood and other materials. I found a stamp on the back of some cardboard figures that translates to: “Painted on cardboard for a while”. I’ve seen this for example on a hand-painted Cinderella figure with yet another stamp on the back with the producer’s name: Unfortunately it’s hard to decipher, it seems to be the word “Kunsttruhe” (Art Chest) and there is even a picture of a chest in the stamp. There are also some producers that made cardboard figures outside the Second World War. They are all an exception though in the German Wall Figures era, which lasted from the 1920s to the 1980s and had one thing in common: They were wood plaques. (From the Book: Vintage German Wall Figures, Die Ära der Märchen-Holzbilder, 2025, Christiane Dietz)