1930er Märchenholzbild German Wall Figure Münchner Kinder-Wandbilder Engel 17 cm

1930er Münchner Kinder-Wandbilder: Sitzender Blumenkranz-Engel auf Stern-Sockel, Handbemalt, 17 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1930s Münchner-Kunst: Sitting Flower Crown Angel on Star Base, Hand-painted, 17 cm, German Wall Figure

MÜNCHNER KINDER-WANDBILDER: „Münchner Kinder-Wandbilder“ war der Name der frühen Münchner-Kunst. Die Sockel waren meist abgerundet und zeigen ein Wiesenmotiv. Diese Märchen-Holzbilder waren recht groß und wurden aus besonders dickem Sperrholz gefertigt. Die meisten stammen aus den 1930er-Jahren; einige Pappe-Figuren vermutlich auch aus den Kriegsjahren: Im Zweiten Weltkrieg war häufig auch das Holz von der Materialknappheit betroffen.

🇬🇧 MÜNCHNER KINDER-WANDBILDER: That was the name of the early Münchner-Kunst. You often found a rounded meadow base and the added word “Handmalerei” (hand-painted) on the back. The pictures were large and made from especially thick plywood. They were produced primarily in the 1930s, but presumably also during the war years, as some wall figures were made of cardboard. During the Second World War, materials often became scarce—in this case, plywood. (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Eva Günther Kleiner Muck 17 cm

1950er Eva Günther: Laufender kleiner Muck mit Riesen-Turban, Handbemalt, 17 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Eva Günther: Running Little Muck with Giant Turban, Hand-painted, 17 cm, German Wall Figure

EVA GÜNTHER, ÜBERSICHT: Zehn Jahre lang kannte ich nur den Rückseiten-Stempel dieser Märchen-Holzbilder – drei Tannen und der Buchstabe G. Im Dezember 2024 erhielt ich dankenswerterweise eine E-Mail von Herrn Schmidt aus Radeberg bei Dresden, der die Künstlerin noch persönlich gekannt hatte. Er schrieb mir: „Es handelt sich um Eva Günther (1932–1997). Sie war Malerin und Grafikerin, ausgebildet an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein bei Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt, und lebte seit den 1950er-Jahren mit ihrem Ehemann Horst Günther (1928–1993) in Erfurt in einem neu gebauten Eigenheim, in dem sich auch Atelier und Werkstatt befanden. Es war also zu DDR-Zeiten ein kleiner selbstständiger Kunstgewerbe-Familienbetrieb, in dem diese Märchenfiguren und die Lieblinge der DDR-Sandmännchen-Fernsehsendung entworfen und einzeln in Handarbeit hergestellt wurden … In späteren Jahren war Eva Günther als Zeichenlehrerin und Kunsterzieherin am Gymnasium des Erfurter Ursulinen-Klosters tätig.“

🇬🇧 EVA GUENTHER, OVERVIEW: For ten years, I only knew the backstamp of these German Wall Figures–three fir trees and the letter G. In December 2024, I was grateful to receive an email from Mr. Schmidt from Radeberg near Dresden, who had known the artist personally. He wrote: “Her name was Eva Günther (1932–1997). She was a painter and graphic artist, trained at the Burg Giebichenstein University of Art near Halle (Saale) in Saxony-Anhalt, and from the 1950s onward she lived with her husband Horst Günther (1928–1993) in Erfurt in a newly built home, which also housed their studio and workshop. During the GDR era, this was a small, independent arts and crafts family business, where these fairy tale figures and the beloved characters from the East German Sandman TV show were designed and individually handmade … In later years, Eva Günther worked as an art teacher at the Ursuline Monastery high school in Erfurt.” (translated) (Buch/25)

1960er Märchenholzbild German Wall Figure Eva Günther Sandmännchen 23 cm

1960er Eva Günther: Abendgruß-Sandmännchen mit grüner Mütze, Handbemalt, 23 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1960s Eva Günther: Bedtime Greeting Sandman with Green Cap, Hand-painted, 23 cm, German Wall Figure

EVA GÜNTHER, MOTIVE: Die Märchen-Holzbilder von Eva Günther aus den 1950er bis 1980er Jahren waren bunt und originell. Die Linien wurden häufig mit einem schwarzen Stift nachgezogen (ähnlich wie in Comics), manchmal bestanden sie auch aus vielen kleinen Punkten. Die älteste Figur ist vermutlich ein lustiges, ausschreitendes Rotkäppchen, das noch keine Kennzeichnung auf der Rückseite trägt – ich kenne es jedoch in zwei weiteren, etwas weniger detaillierten Varianten, die beide den Eva-Günther-Stempel zeigen. Zu den letzten Figuren dieser Künstlerin gehörten vermutlich die Fliegenpilzhäuser, die stets gemeinsam mit einem Märchenkind dargestellt wurden. Auch das „Sandmännchen“ aus dem DDR-Abendgruß wurde von Eva Günther auf vielen Wandfiguren verewigt. Beispiele: das Sandmännchen mit Schlitten, Fliegenpilz und „Sputnik-Schock“-Rakete sowie seine Freunde Pittiplatsch, Schnatterinchen, Herr Fuchs und Frau Elster.

🇬🇧 EVA GUENTHER, MOTIFS: Eva Günther’s German Wall Figures from the 1950s to the 1980s were colorful and imaginative. The outlines were often traced in black lines (similar to comic art), sometimes made up of many small dots. The oldest figure I know is a cheerful and funny striding Little Red Riding Hood, which bears no stamp on the back—but I know two slightly less detailed versions that do have the Eva Günther mark. Her last figures were probably the fly agaric houses, always shown together with a fairy tale child. Eva Günther also immortalized the famous East German TV character „Unser Sandmännchen“ („Our Little Sandman“) on many of her wood plaques. Examples include the Sandman with a sled, or a toadstool, and a „Sputnik Shock“ rocket, as well as his friends Pittiplatsch, Schnatterinchen, Mr. Fox, and Mrs. Magpie. (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Kurt Süß Froschkönig 19 × 20 cm

1950er Kurt Süß: Froschkönig-Prinzessin mit weißen Handschuhen, Handbemalt 19×20cm Märchen-Holzbild [EN] Frog Prince Princess with White Gloves, German Wall Figure

VEB MEISSEN/DRESDEN: Die Deutsche Demokratische Republik (1949-1990) hat einige, aber nicht alle Hersteller von Märchen-Holzbildern in VEBs umgewandelt oder sie einem VEB zugeordnet. Das betraf auch die große Manufaktur von Kurt Süß: Aus ihr wurde der „VEB Kunstgewerbliche Holzverarbeitung Meißen“, später „VEB Holzkunst Dresden BT. III“ Meißen genannt. Das BT steht für Betriebsteil.

🇬🇧 VEB MEISSEN/DRESDEN: The Communist GDR (German Democratic Republic, 1949-1990) changed some, but not all private producers of German Wall Figures to VEBs (state-owned enterprises). That was also the case for the manufacturer Kurt Süß. They got the following new names: “VEB Kunstgewerbliche Holzverarbeitung Meißen” later called “VEB Holzkunst Dresden BT. III Meißen.” (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Teri Kind 20 cm

1950er Teri: Reizendes Blumenkranz-Mädchen als Schlüsselbrett, Handbemalt, 20 cm 🇬🇧 1950s Teri: Charming Flower Crown Girl as Key Rack, Hand-painted, 20 cm, German Wall Figure

TERI: Dieser Hersteller stammt aus der DDR, eventuell auch aus dem Erzgebirge. Teri hat zum Beispiel sehr hochwertige Schlüsselhalter aus dickem Holz hergestellt, mit Kindermotiven. So gibt es ein reizendes Mädchen mit Baskenmütze und eines mit Blumenkranz.

🇬🇧 TERI: This manufacturer produced in the GDR (the former German Democratic Republic), possibly in the Ore Mountains. They created high-quality wooden key holders with children and other motifs. Teri always used very thick plywood. For example, there are two very cute girls, one with a beret cap and one with a flower crown. (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Teri Kind 20 cm

1950er Teri: Niedliches Mädchen mit Baskenmütze als Schlüsselbrett, Handbemalt, 20 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Teri: Cute Girl with Beret as Key Rack, Hand-painted, 20 cm, German Wall Figure

TERI: Dieser Hersteller stammt aus der DDR, eventuell auch aus dem Erzgebirge. Teri hat zum Beispiel sehr hochwertige Schlüsselhalter aus dickem Holz hergestellt, mit Kindermotiven. So gibt es ein reizendes Mädchen mit Baskenmütze und eines mit Blumenkranz.

🇬🇧 TERI: This manufacturer produced in the GDR (the former German Democratic Republic), possibly in the Ore Mountains. They created high-quality wooden key holders with children and other motifs. Teri always used very thick plywood. For example, there are two very cute girls, one with a beret cap and one with a flower crown. (Buch/25)

1950er Märchenholzbild Münchner-Kunst Brüderchen Schwesterchen 27 cm

Münchner-Kunst: Reizendes Brüderchen und Schwesterchen mit Rosen-Sockel, 27 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 Münchner-Kunst: Charming Little Brother and Sister with Rose Base, 27 cm, German Wall Figure

MÜNCHNER, NACHKRIEGSFIGUREN: Bei den Märchen-Holzbildern der Münchner-Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg findet man eher selten einen Firmen-Aufkleber oder Stempel auf der Rückseite. Es gibt aber ein anderes häufiges Erkennungszeichen: Drei große gestempelte Zahlen unten auf der Rückseite!

🇬🇧 MÜNCHNER, POSTWAR FIGURES: With the German Wall Figures by Munich Art after the Second World War, one rather rarely finds a company sticker or stamp on the back. But there is another identifying feature: three large stamped numbers at the bottom on the back! (9/5)

1930er Märchenholzbild German Wall Figure Münchner Kinder-Wandbilder Katze

1930er Münchner-Kinder-Wandbilder: Weiße Katze mit Blumen-Schultüte, Handbemalt, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1930s Münchner-Kunst: White Cat with Flower School Cone, Hand-painted, German Wall Figure

MÜNCHNER, ÜBERSICHT: Der Hersteller „Münchner-Kunst“ existierte etwa ein halbes Jahrhundert lang, von den 1930er- bis 1970er-Jahren, mit mehreren Besitzern. Deshalb verwende ich auch den Genre-Namen „Münchner-Kunst“ für diese Figuren. Auf den frühen Märchen-Holzbildern stand auf der Rückseite häufig „Münchner Kinder-Wandbilder, Handmalerei“. Später gab es manchmal folgende Rückseiten-Namen: „Münchner Kunst und Handwerk“, „Jaeger & Riederer“ sowie „Rie-Bilder ges. gesch.“ Eines der Erkennungszeichen für die Münchner-Kunst der Jahrhundertmitte ist auch folgendes: ein größerer Stempel mit einer dreistelligen Zahl, zum Beispiel „133“ oder „375“.

🇬🇧 MUENCHNER, OVERVIEW: The “Münchner-Kunst” (Munich Art) existed for about half a century, from the 1930s to the 1970s, under several different owners. That’s why I use the genre name “Münchner-Kunst” for these figures. On many early German Wall Figures (fairy tale wood pictures), the back often read: “Münchner Kinder-Wandbilder Handmalerei.” Later on, although more rarely, the following names appeared: “Münchner Kunst und Handwerk,” “Jaeger & Riederer,” and “Rie-Bilder ges. gesch.” A typical mark of Münchner-Kunst around midcentury was also this: a rather large stamp with a three-digit number such as “133” or “375.” (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Münchner-Kunst Froschkönig 26 cm

1950er Münchner-Kunst: Große Froschprinzessin im hellblauen Kleid auf rotem Herzsockel, 26 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Münchner-Kunst: Large Frog Princess in Light Blue Dress on Red Heart Base, 26 cm, German Wall Figure

MÜNCHNER, HERZ-SOCKEL: Die Märchen-Holzbilder der Manufaktur „Münchner-Kunst“ wurden um die Mitte des letzten Jahrhunderts herum produziert. Das auffälligste Kennzeichen war wohl der Herz-Sockel, den die Figuren ab den 1950er-Jahren bekamen: Die Figuren stehen auf roten, blauen oder gelben Herzen. Nur Hänsel und Gretel bekamen einen braunen Sockel.

🇬🇧 MUENCHNER, HEART BASE: The German Wall Figures by the manufacturer Münchner-Kunst were produced around the middle of the last century. The most striking feature is the (rather late) heart base: Many wood plaques are standing on a red, blue, or yellow heart. Only Hansel and Gretel got a brown heart–a gingerbread heart. (Buch/25)

1950er Märchenholzbild German Wall Figure Eva Günther Hase und Igel 16 cm

1950er Eva Günther: Hase und Igel mit Tulpen-Regenschirm, Handbemalt, 16 cm, Märchen-Holzbild 🇬🇧 1950s Eva Günther: Hare and Hedgehog with Tulip Umbrella, Hand-painted, 16 cm, German Wall Figure

EVA GÜNTHER, ÜBERSICHT: Zehn Jahre lang kannte ich nur den Rückseiten-Stempel dieser Märchen-Holzbilder – drei Tannen und der Buchstabe G. Im Dezember 2024 erhielt ich dankenswerterweise eine E-Mail von Herrn Schmidt aus Radeberg bei Dresden, der die Künstlerin noch persönlich gekannt hatte. Er schrieb mir: „Es handelt sich um Eva Günther (1932–1997). Sie war Malerin und Grafikerin, ausgebildet an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein bei Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt, und lebte seit den 1950er-Jahren mit ihrem Ehemann Horst Günther (1928–1993) in Erfurt in einem neu gebauten Eigenheim, in dem sich auch Atelier und Werkstatt befanden. Es war also zu DDR-Zeiten ein kleiner selbstständiger Kunstgewerbe-Familienbetrieb, in dem diese Märchenfiguren und die Lieblinge der DDR-Sandmännchen-Fernsehsendung entworfen und einzeln in Handarbeit hergestellt wurden … In späteren Jahren war Eva Günther als Zeichenlehrerin und Kunsterzieherin am Gymnasium des Erfurter Ursulinen-Klosters tätig.“

🇬🇧 EVA GUENTHER, OVERVIEW: For ten years, I only knew the backstamp of these German Wall Figures–three fir trees and the letter G. In December 2024, I was grateful to receive an email from Mr. Schmidt from Radeberg near Dresden, who had known the artist personally. He wrote: “Her name was Eva Günther (1932–1997). She was a painter and graphic artist, trained at the Burg Giebichenstein University of Art near Halle (Saale) in Saxony-Anhalt, and from the 1950s onward she lived with her husband Horst Günther (1928–1993) in Erfurt in a newly built home, which also housed their studio and workshop. During the GDR era, this was a small, independent arts and crafts family business, where these fairy tale figures and the beloved characters from the East German Sandman TV show were designed and individually handmade … In later years, Eva Günther worked as an art teacher at the Ursuline Monastery high school in Erfurt.” (translated) (Buch/25)