Dresdner Museum für sächsische Volkskunst: Was hiervon ist Hellerkunst?

Dieses Archiv-Foto des Museums zeigt sehr viel Hellerkunst, aber einige Motive sind von anderen Manufakturen.
Gemeinsam ist diesen Märchen-Holzbildern jedoch das Alter: Die meisten werden aus den 1930er Jahren sein.

Erste Reihe oben, 5 Motive von links nach rechts:
1. Hellerkunst, Brüderchen und Schwesterchen.
2. Hellerkunst, Dornröschen
3. Hellerkunst, frühe 7 Raben.
4. Hellerkunst, Peter Pan.
5. Hellerkunst, Junge auf Schiff.

Zweite Reihe, 6 Motive von links nach rechts:
1. Hellerkunst, Peterchens Mondfahrt.
2. Hellerkunst, Kind mit Kaninchen und Küken.
3. Hellerkunst, Aschenputtel mit Tauben.
4. Sehr alte Hellerkunst oder Eifelkunst, Hänsel und Gretel.
5. Hellerkunst, Siebenmeilenstiefel.
6. Hellerkunst “Königskind” (früher Katalog). Mit orangem Sockel, aber das Motiv ist von Heller.

Dritte Reihe, 6 Motive von links nach rechts:
1. Hellerkunst, frühes Schneewittchen.
2. Hellerkunst, frühe Gänseliesel.
3. Ev. Hellerkunst, Mutter mit Kind + Blumenkranz. Der orange Sockel ist allerdings ungewöhnlich.
4. Hellerkunst, Junge mit Schneebällen.
5. ❌Wahrscheinlich nicht Hellerkunst, Nils Holgersson.
6. Hellerkunst, frühe Hänsel und Gretel.

Diese wunderschöne Sammlung schläft im Augenblick ihren Dornröschen-Schlaf im Archiv des Dresdner Museums für sächsische Volkskunst. Es wäre schön, wenn dieses „Dornröschen“ eines Tages wieder aufgeweckt würde, wobei in diesem Fall der „Prinz“ ein Mitarbeiter des Museum sein wird, den die Neugierde treibt zu erfahren wie diese Sammlung bei den Besuchern des Volkskunst-Museums ankommt. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass viele Menschen den Satz „Was ist das denn Schönes?“ sagen oder aber plötzlich aus den Tiefen der Erinnerung ein „Die kenne ich“ aufsteigt. Diese Erinnerung hat entweder damit zu tun, dass man in der Jugend selbst Laubsäge-Bilder angefertigt hat oder dass Märchen-Holzbilder im Kinderzimmer gehangen hatten. Hier bietet sich die einmalige Gelegenheit zu zeigen, was eine der großen Künstlerinnen der Märchen-Holzbilder, Magda Heller, geleistet hat. Wenn genügend Anfragen an das Museum kämen, wäre es sehr gut denkbar, dass demnächst in Dresden diese Wand-Figuren zu sehen sind.

So könnte eine Email oder ein Brief an das “Museum für sächsische Volkskunst mit Puppenthetersammlung” in Dresden lauten:

„Unter der Inventarnummer „G 11199“ der SKD Online Collection findet man bei Ihnen eine wunderschöne Hellerkunst-Sammlung. Es handelt sich dabei um Märchen-Holzbilder der Manufaktur Hellerkunst aus den 1930er Jahren. Es wäre schön, wenn man sie eines Tages in der Ausstellung bewundern dürfte. Im Online-Museum maerchenholzbilder.de finden Sie weitere Informationen.“

Wer weiß? Bei meinem nächsten Dresden-Besuch kann ich diese schöne Sammlung vielleicht das erste Mal live bewundern …

Foto: Archivfoto G 11199 der SKD Online Collection Dresden